Schriftskulptur Oberburg

Integration

Dem Thema Integration kann man kaum mehr entgehen. Auch in unserer Gemeinde ist es omnipräsent und dies schon seit längerer Zeit. Oft wird darüber diskutiert und nicht selten kommt die Forderung: «Sie sollen sich erst einmal integrieren». Dieser Satz ist leicht gesagt. Die Frage ist nur, wer ist mit «sie» gemeint und bekommen «sie» überhaupt eine Chance sich zu integrieren? Wer sich mit dem Thema Integration auseinandersetzt merkt schnell, dass es komplex und vielschichtig ist. Integrieren kann man in den Schulen, im Arbeitsmarkt, im Verein, in der Kultur, im Quartier, im Alltag, um nur ein paar Bereiche zu erwähnen. Wo viele verschiedene Bevölkerungsgruppen miteinander leben, gibt es die unterschiedlichsten Weltanschauungen und Lebenskonzepte. Dies kann zu Auseinandersetzungen und Konflikten führen. Ich möchte allerdings festhalten, dass es auch viele gute Beispiele für eine gelungene Integration gibt, nur darüber wird dann eben nicht gesprochen.

Der Ruf nach einer besseren Integration von Zugewanderten wird meistens dann laut, wenn etwas nicht so funktioniert, wie wir uns das vorstellen. Auch in Oberburg gibt es diese Brennpunkte, wo unterschiedliche Ansichten aufeinandertreffen. Eine Aufgabe der Integration ist es deshalb, aufeinander zuzugehen und sich mit den gegensätzlichen Positionen und Meinungen auseinander zu setzen und nach Lösungen zu suchen. In den meisten Fällen liegen die Lösungen nicht pfannenfertig auf dem Tisch, sondern müssen individuell erarbeitet werden. Dazu müssen viele kleine Puzzleteile zusammengefügt werden.
Gemäss Gesetzgebung ist der Kanton für die Betreuung und Integration der Asylsuchenden und Flüchtlingen (in den ersten 5 Jahren) in den Gemeinden verantwortlich. Nur findet aufgrund der fehlenden Ressourcen keine Betreuung vor Ort statt. Dies hat zur Folge, dass die Gemeindebehörde, die Schule, Vereine und die gesamte Bevölkerung gefordert ist.

Um das Zusammenleben zwischen Einheimischen und Ausländerinnen und Ausländern zu verbessern, wurde in Oberburg das Projekt «Integration» ins Leben gerufen. Das primäre Ziel dieses Projektes ist es, dass sich die ausländische Bevölkerung mit der «einheimischen» vermischt und gemeinsam am sozialen und kulturellen Leben von Oberburg und der Schweiz teilnimmt.

Für dieses Projekt, welches in Zusammenarbeit mit dem Kanton durchgeführt wird, bin ich nun mit einem Pensum von 10 % als Integrationsverantwortliche angestellt. Ich sehe mich als Brückenbauerin zwischen der ausländischen und einheimischen Bevölkerung und will einen Beitrag zu Verbesserung der gegenseitigen Akzeptanz und des Zusammenlebens leisten. Dies kann ich allerdings nicht alleine schaffen, sondern bin auf die Hilfe der Oberburger Bevölkerung angewiesen.

Wer sich als Freiwillige/Freiwilliger in diesem Projekt engagieren möchte, ist herzlich eingeladen, sich bei mir zu melden. Gerne zeige ich die verschiedenen Möglichkeiten und bin offen für Ideen.

Monique Buri
Integrationsverantwortliche
Bürozeiten: Montag von 13.30 – 16.00 Uhr
078 966 95 30 / mnqbrbrbrgch

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